Food-Trends 2023
Es bleibt spannend
Weltberühmte Gourmetrestaurants wie das „Noma“ in Kopenhagen werden zu Fulltime-Food-Labs, Haubenköche experimentieren mit Pflanzen, fermentieren, kombinieren und zaubern immer faszinierendere Geschmackserlebnisse auf den Teller. Wie wir uns in Zukunft ernähren werden ist ein globales Top-Thema und eröffnet spannende Betätigungsfelder für die Ernährungswissenschaft, Lebensmittel- und Gourmetbranche.
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Der Fleischkonsum geht merkbar zurück, der Trend „from-tip-to-toe“ orientiert sich an Zeiten, wo noch alles Verwertbare gegessen wurde und auch Fisch wird bewusster genossen. Vegane Rezepte und Restaurants sprießen wie Schwammerln aus dem Boden – dabei kommen wir auch gleich zu einem weiteren wichtigen Food-Trend: Pilze. Es gibt hunderte essbare Pilzsorten, die in unseren Wäldern wachsen und immer mehr Aufmerksamkeit erhalten. Gezüchtete Portobellos richtig gewürzt und zubereitet eignen sich als köstliche Fleischalternative in Burgern oder Kebabs, und fermentierte rote Rüben schmecken einem Speck zum Verwechseln ähnlich.
Kundennähe und Transparenz sind ein Top-Thema und werden mehr und mehr unerlässlich. Ein bewussterer Umgang mit der Natur und den Tieren ist überall spürbar und wird zu einem der wichtigsten Entscheidungsfaktoren für Konsument:innen. Die Krise in der Gastronomie erzeugt eine intensivere Auseinandersetzung damit, wie man die Kund:innen heute und in Zukunft noch erreicht. Die Erlebnisse der Menschen während der Pandemie führen zu einer höheren Wertschätzung gegenüber regionalen Bauern und Produzenten und steigern das Verlangen nach kurzen, barrierefreien Lieferwegen. Ich selbst habe mich als Wanderköchin mit Herz von Anfang an der Saisonalität und Regionalität verschrieben, und die Entwicklungen geben mir Recht. Alles in allem bleibt die Zukunft in kulinarischer Hinsicht ein spannendes Thema.
Foto: ©Pixabay